Dr. phil. René Schiering, M.A.
Nicht-assoziierter Sprachwissenschaftler

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Kontakt:
Schwelmhöfe 12
45307 Essen
Tel.: (49) 201 45 35 3182
E-mail: rene@punksinscience.org
Internet: www.rene.punksinscience.org
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Projekte/Schwerpunkte:
- Phonologie und Morphologie in Typologie und Diachronie:
Mein typologisches Interesse kreist um die phonologischen Themen der Rhythmustypologie (Wie lassen sich Sprachen moren- vs. silben- vs. akzentbasiertem Rhythmus zuordnen?) und der Klitisierung (Welche prosodischen und segmentellen Prozesse begleiten bzw. zeichen die Klitisierung aus?). In einem Ansatz, der beide Fragestellungen miteinander verknüpft, versuche ich, eine rhythmusbasierte Typologie der Klitisierung zu formulieren, die Voraussagen über phonologische Effekte bei Grammatikalisierungsprozessen wie z.B. der Morphologisierung macht. Für sprachvergleichende Untersuchungen verwende ich dabei ein 20 Sprachen umfassendes Sample (Maltese, Udihe, Tariana, Kayardild, Maori, Georgian, Chukchi, Tamil, West Greenlandic, Catalan, Amele, !Xóõ, Basque, Slave, Yoruba, Koyra Chiini, Nigerian Pidgin, Mandarin Chinese, Finnish, Cahuilla). Für diachrone Studien beschränke ich mich weitestgehend auf das Germanische (besonders die diachronen Stufen des Deutschen) und die Turksprachen (besonders die diachronen Stufen des Türkischen). Meine aktuelle Beschäftigung mit der Theorie und Typologie von Wortdomänen im Rahmen des AUTOTYP-Projekts schließt unmittelbar an diese Froschung an. Mein Sprachenschwerpunkt liegt hierbei auf den austroasiatischen Sprachen, besonders Vietnamesisch und Mon.
- Deutsche Dialekte und Umgangssprachen:
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Ruhrdeutschen, meiner Heimatvarietät. In diesem Zusammenhang erstelle ich ein Korpus gesprochener Sprache aus dem Ruhrgebiet, das auch Schalker Schlachtrufe und Fangesänge beinhaltet, und analysiere ausgewählte strukturelle Eigenschaften wie z.B. den Kasusgebrauch und Flektierte Präpositionen. Desweiteren arbeite ich seit 2003 an einer Dokumentation des niederrheinisch-pfälzischen Dialekts 'Pälzersch' der in Pfalzdorf, Louisendorf und Neulouisendorf gesprochen wird. Diese Arbeit zielt auf eine umfassende Beschreibung des Sprachinseldialekts (Grammatik und Wörterbuch). Von besonderem Interesse bei diesen Unternehmungen ist die Erfassung der allgegenwärtigen Variation innerhalb dieser Varietäten.
- Rituelle Kommunikation:
Aktuell bin ich mit der Dokumentation Schalker Schlachtrufe und Fangesänge in der Fußballsaison 2005/2006 beschäftigt. Neben meinem dialektologischen Interesse in Bezug auf Ruhrdeutschgebrauch im Fußballstadion sollen die hierbei erhobenen Daten auch in Bezug auf Rituelle Kommunikation im Fußballstadion und auf die Ritualisierung von Schlachtrufen und Fangesängen analysiert werden.
- Wissenschaftstheorie und -soziologie:
Inspiriert von Feyerabends epistemologischem Anarchismus versuche ich die These, dass bestimmte Merkmale der Punk-Subkultur (Do-It-Yourself und Autoritätsscheue) dem Wissenschaftsbetrieb und dem akademischen Erkenntnisgewinn äußerst zuträglich sind, zu untermauern. Neben der teilnehmenden Beobachtung im Erstgenannten beinhaltet diese Forschung praktische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Punk.